Archiv
> Rainers Ecke > Archiv
<
Rainer Küschall

Herzlichen Glückwunsch, Rainer!

Das letzte Rennen der Saison 2005 des British Sportscar Cup fand vom 30. September bis 2. Oktober auf der ehemaligen Formel 1-Rennstrecke Dijon-Prenois nahe der historischen Stadt Dijon in Frankreich statt. Die Strecke wird inzwischen zwar nicht mehr für grosse Rennveranstaltungen genutzt, trotzdem ist Dijon-Prenois ein bedeutender Termin für alle Rennsportfreunde, und die dort stattfindenden Rennen im Rahmen des British Sportscar Cup, Mini Race Challenge und Suzuki Grand Prix gehören zu den wichtigsten Ereignissen des Jahres.

Nach einer Entzündung des Ellenbogens, die Rainer während des Rennjahres 2004 für acht Wochen ausser Gefecht setzte und seine Chancen auf einen Podiumsplatz sowohl in der Saison-Meisterschaft als auch beim Rennen in Dijon-Prenois ruinierte, war sein Triumph in 2005 der ultimative Sieg. Rainers unglaubliche Rennzeit überraschte nicht nur die Zuschauer und die Medien, sondern auch ihn selbst.

Im Gegensatz zu den 30 °C, mit denen das Rennwochenende im Spätsommer des letzten Jahres aufzuwarten hatte, waren die Witterungsbedingungen 2005 unwirtlich. An diesem Wochenende herrschte regnerisches Herbstwetter. Es war nicht nur nass und nieselig, zwischendurch schüttete es auch immer wieder kräftig, so dass die Rennpiste zu einer rutschigen und gefährlichen Angelegenheit wurde. Unter solchen Bedingungen haben alle Fahrer Schwierigkeiten.

Während des freien Trainings am Freitag Nachmittag war Rainer in einen Unfall mit einem seiner Konkurrenten verwickelt, dessen Wagen in seinen HS Cobra krachte. Weder Rainer noch sein Herausforderer wurden verletzt. Trotzdem blieb dieser Vorfall nicht folgenlos, denn die Schäden an Rainers Wagen gefährdeten seine Teilnahme am Rennen, das am darauf folgenden Tag stattfinden sollte. Trotzdem betrachtete Rainer den Crash nur als eher unbedeutenden Rückschlag. Er machte seinem Team klar, dass er sich dadurch nicht von einer Wettkampf-Teilnahme am Samstag abbringen lassen würde. Da keine Zeit zu verlieren war, machten Rainer und sein Team sich sofort an die Arbeit und reparierten die Schäden provisorisch. An diesem Tag ermöglichten Rainers Willensstärke sowie die schnelle Reaktion und gute Arbeit des Teams, dass Rainer sein Ziel – einen Podiumsplatz in der Kategorie der so genannten „Big Banger“ (Motoren mit über 2,5 Litern) – beim Rennen am Samstag weiter verfolgen konnte.

Aber auch der Rennstart am Samstag verlief für Rainer nicht optimal. Gleich zu Beginn streifte er eine der Begrenzungen und wurde dafür mit einer Stop-and-Go-Strafe von 10 Sekunden belegt. Diese Erschwernis hatte jedoch keine Auswirkungen auf seine Konzentration und Entschlossenheit, und bald darauf setzte er sich an die Spitze des Feldes. Als nächstes stellte Rainer mit 2:12.95 Minuten die schnellste Rundenzeit des Tages auf. Er fuhr 3,4 Sekunden schneller als sein Kollege auf dem zweiten Platz (Hansruedi Hager) und verblüffte Presse, Zuschauer und Gegner gleichermassen.

Der Sieg in Dijon-Prenois wertete auch Rainers Gesamtergebnis für die Saison auf. Er verpasste nur ganz knapp eine Podiumsplatzierung in der Kategorie über 2.500 ccm. Rainer verbesserte seine Gesamtwertung im Vergleich zum Vorjahr von 117 Punkten auf 134 Punkte und landete somit auf dem 4. Platz. Ein sensationelles Ergebnis! In der Gesamtmeisterschaft schaffte er den Sprung von Rang 17 (Endergebnis 2004) auf Rang 15.

2005 war für Rainer insgesamt ein ausgezeichnetes Rennjahr. Wir möchten ihm zu seinen Erfolgen gratulieren und wünschen ihm für die Wettkämpfe im nächsten Jahr alles Gute!

Sie haben einen früheren Bericht verpasst? Besuchen Sie unsere „News Archive“  

zurück/back/retour